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Apfel auf Strassensplit - September 2011

6. September 2011    Endstation    essen    fahren    Kontemplation    Leben    Täglich    Zeit und Leere  

Ein Unsinn?

Was für eine Verschwendung! Wie sinnlos war es doch, das Wachsen dieses Apfels. Was aus ihm wird, das Verhängnis, das ihm droht, kann man an den Spuren daneben sehen.

Wir fragen: Warum ist da so viel Sinnlosigkeit? Wir rufen nie so sehr nach Gott, wie wenn wir ihm Grausamkeit vorwerfen können. Dabei können wir einfach nicht über den Tellerrand hinaus denken:

Dieser Apfel stammt von einem Baum, von Menschen gepflanzt, für Menschen gedacht. Doch nichts von ihm geht wirklich verloren. Er wird verfaulen, von Autorädern vermatscht werden. Doch die Tatsache, dass er nicht von mir gegessen wird, heisst noch lange nicht, dass er unnütz wäre. Er ist nur in anderer Weise einem Kreislauf zugedacht. Wo immer wir etwas zu uns nehmen, kann es anderen fehlen. Denken wir unsere Kreisläufe weit genug, erfahren wir alle Trost und Verderben. Wir sollen es also anders zu sehen versuchen, dieses Ende, denn, wie gesagt, wenn wir die Kreisläufe weit genug denken, dann kommen wir selbst aus einem solchen Ende.

  1. ..das hat mich gerade sehr berührt…diese Gedanken…und wichtig für mich an diesem Tag….5. Oktober…..:-)

    — Janna · 05.10.2011 · #