Lookabout

 Ich zeige, was ich sehe

Zürich, Mai 2012; KK

1. Juni 2012    arbeiten    essen    Fassaden    misslungen    Täglich    trinken    Zeitgeschehen  

Umnutzung

Das Beispiel einer Umnutzung: Parkieren ist da unerwünscht – doch sitzen will offensichtlich auch niemand. Vielleicht ist Sonne allein zu wenig Sitzplatzromantik, wo der Platz nur dafür gedacht war, ein Auto abzustellen, es gleichsam in der Stadt los zu werden, damit man endlich wo anders hin flanieren kann…

Der Chreis Chaib, wie der Kreis 4, das Arbeiter- und Vergnügungsquartier Zürichs genannt wird, erlebt, zusammen mit dem angrenzenden Kreis 3 eine “Aufrüstung” rund um die Sihlfeld-, West- und Seebahnstrasse. Oft ist nicht so ganz klar, wer jetzt wie sehr die plötzlich breiten Gehsteige für seine Beiz nutzen darf, wie hier am Bullingerplatz.

Der Amtsschimmel kann wiehern, die neuen Einwohner im Quartier geniessen die plötzliche Ruhe ohne Durchgangsverkehr. Oder fast ohne. Das Paradies lockt neue Bewohner an, mit dickerem Geldbeutel. Da sind die Geschäftsmodelle gesucht, um rund um die Wohnstrassen urbanes Leben blühen und die Kassen klingeln zu lassen.