Lookabout

 Ich zeige, was ich sehe

Stilllleben auf der Strasse - Juni 2012

4. Juli 2012    Endstation    misslungen    scheinbar unscheinbar    Täglich    Zeit und Leere  

Energie, wo bist du geblieben?

Es glaubt mir wahrscheinlich niemand, aber dieses Stillleben habe ich wirklich genau so auf einem Stück Verbindungsweg vor meinen Füssen angetroffen.

Absurd, diese Gegensätzlichkeit. Ein Tann- oder Föhrenzapfen auf einem geteerten Gehsteig wirkt schon verloren, aber mit einem abgeschnittenen Stecker daneben…?

Beides kanalisierte mal Energie, beides wurde geschaffen, um eine Aufgabe zu erfüllen. Das eine nutzte die Natur, um deren Energie zu bündeln, geschaffen aus Rohöl, komprimiert zu einer möglichst viele Umwelteinflüsse abweisenden Form, nun, unentsorgt, mit dieser Verkünstelung eine Belastung für eben diese Umwelt, die sie zuvor zu nutzen wusste. Daneben ein Ding, das die Symbiose suchte, Energie in sich wandelte, Wachstum schuf, das in sich den Verfall als Programm für neues Wachstum trägt. Es ist dieser Schritt, den wir einfach nicht hinkriegen, wenn wir Gott spielen: Wir sehen den Verfall nicht vor, wir negieren ihn, und liegen genau damit der Natur auf der Seele.